Antrag: Nutzung und Sanierung der „Alten Inninger Schule“
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Fraktion Freien Wähler, die CSU-Fraktion und die Fraktionsgemeinschaft SPD/ÖDP/Volt stellen folgenden Antrag:
Die Verwaltung der Stadt Augsburg wird beauftragt folgende Maßnahmen zu prüfen:
1. Welche Möglichkeiten gibt es, die leerstehenden, bis vor wenigen Jahren als Wohnungen genutzten, Räumlichkeiten in der alten Inninger Schule wieder einer Nutzung zuzuführen.
2. Welche Möglichkeiten bestehen, das bislang nicht ausgebaute Dachgeschoss, baulich zu entwickeln und künftig einer Nutzung zuzuführen?
3. Welche Möglichkeiten gibt es, kosteneffizient eine Außensanierung des alten Schulgebäudes durchzuführen und dabei insbesondere das ursprüngliche Erscheinungsbild (Sprossenfenster, Fensterläden) wieder herzustellen.
Begründung
Zu 1.):Auch in Inningen besteht enormer Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Auf diesem Wege könnte eine bereits im Besitz der Stadt befindliche Immobilie sinnvoll genutzt werden. Die Vermietung von Wohnraum würde zudem dazu beitragen, einen Teil der laufenden Unterhaltskosten zu decken. Derzeit entstehen hingegen Aufwendungen für den reinen Gebäudeleerstand, insbesondere durch den notwendigen Betrieb der Heizungsanlage.
Zu1.) und2.):Der Schule fehlen Räumlichkeiten für eine adäquate Mittagsbetreuung bzw. für differenzierten Unterricht. Das Dachgeschoss könnte etwa als weiterer Unterrichtsraum erschlossen werden. Eine Sanierung des Gebäudes ist ressourcenschonend. Es werden keine zusätzlichen Flächen versiegelt, sondern vorhandene Gebäudesubstanz wird erhalten und einer zukunftsfähigen Nutzung zugeführt.
Zu 3.): Das Gebäude repräsentiert einen Teil der Geschichte des Stadtteils und besitzt bereits aus diesem Grund einen Erhaltungswert. Darüber hinaus prägt es die nähere Umgebung maßgeblich. Eine, an das ursprüngliche Erscheinungsbild angelehnte, Sanierung würde nicht nur den Erhalt der historischen Bausubstanz sichern, sondern zugleich zu einer nachhaltigen Aufwertung des Gebäudes selbst sowie seines Umfelds beitragen.
Über diese beantragten Maßnahmen hinaus, böte sich zudem speziell die Westseite (Adam-Riese-Straße) aufgrund der großen teils fensterlosen Fläche für Fassadenbegrünung (z.B. mittels Rankpflanzen und Rankhilfen) an; das Gebäude könnte somit als Beispiel, Vorbild und Muster dienen, um Privateigentümer zur Nachahmung anzuregen. Darüber hinaus könnte das Gebäude als beispielgebendes Projekt der Stadt Augsburg dienen und private Eigentümerinnen und Eigentümer dazu anregen, ähnliche Maßnahmen umzusetzen. Die Stadt würde damit mit einer vergleichsweise kosteneffizienten Maßnahme einen sichtbaren Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels leisten und zugleich die Aufenthaltsqualität im Stadtteil erhöhen.
Mit freundlichen Grüßen
Hannes Aigner
Fraktionsvorsitzender
Fraktion Freie Wähler Augsburg
Leo Dietz
Fraktionsvorsitzender
CSU-Fraktion im Augsburg Rathaus
Lara Hammer Benjamin Adam
Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzender Fraktionsgemeinschaft SPD/ÖDP/Volt