CSU-Fraktion drängt bei Historischen Festen auf Schadensbegrenzung

CSU-Fraktion drängt bei Historischen Festen auf Schadensbegrenzung

  • Agieren des Ordnungsreferenten gibt Anlass zu Sorge
  • Dietz: „Projekt war nachlässig vorbereitet“
  • Keine Wahlkampfmanöver auf Kosten der Historischen Vereine

Ein nachlässig vorbereitetes Wahlkampfmanöver. Ein offenbar durch gleichzeitige OB-Kandidatur und Referentenposten überforderter Ordnungsreferent. Und am Ende ein unnötiger Flurschaden für die Sache der Historischen Feste.

Dies ist das ernüchternde und Besorgnis erregende Fazit der CSU-Stadträte zur  Allgemeinen Ausschuss-Sitzung am Donnerstag, 12. Februar, in der Ordnungsreferent Wurm, auch zuständig für das Marktwesen und die Koordination der Historischen Feste, versuchte einen 100.000 Euro – Zuschuss für ein offenbar mit den Ausrichtern nicht abgestimmtes Konzept für das Wertachbrucker Torfest durchzudrücken.

Referent Wurm der Arbeitsbelastung nicht gewachsen?

Das Ergebnis der Sitzung, so Ausschussmitglied Leo Dietz, habe Wurm sich selbst zuzuschreiben. „Offenbar ist die Arbeitsbelastung als OB-Kandidat zusätzlich zum Referentenjob zu viel für ihn, sonst hätte man die Idee ja gemeinsam ins Ziel bringen können. Unter den gegebenen Umständen war das Desaster leider nicht aufzuhalten“. Wurm hatte vor zwei Wochen in der Fraktion ein dreiseitiges Papier vorgelegt, in dem eine Agentur beauftragt wurde, noch in diesem Sommer ein Wertachbrucker Torfest zu organisieren und dafür einen Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro beantragt. Dabei hatte er aber vergessen, die kurze Vorbereitungszeit zu berücksichtigen – und dies offenbar auch nicht mit den Veranstaltern, der IG Historischen e.V., und selbiger Agentur abzusprechen. „Es wäre durchaus vernünftig gewesen, nochmals mit den Profis Rücksprache zu halten, ob das Konzept überhaupt noch tragfähig und zeitlich durchführbar ist, dann wäre schnell klar gewesen, dass das niemals klappen kann, und außerdem der Finanzierungsplan löchrig ist“, so Dietz weiter.

Nun bleibe der schale Beigeschmack eines Wahlkampfmanövers „auf dem Rücken Dritter“, das ordentlich in die Hose gegangen sei.

CSU-Fraktion steht weiterhin zu IG Historischen und unterstützt gute Konzepte

Die CSU-Fraktion bleibt bei ihrem Antrag, einen grundhaft neuen, konzeptionell durchdachten Neuanfang für die Historischen Feste im Rahmen des 500jährigen Fuggerjubiläums im Jahr 2021 vorzubereiten. „Wir bitten Herrn Wurm höflich, sich für die nächste Ausschuss-Sitzung  die Zeit zu nehmen, unseren Antrag gewissenhaft durchzulesen und seiner Aufgabe gerecht zu werden, mit dem Kulturreferat, den Fuggerschen Stiftungen und seinem Koordinator im Marktamt gemeinsam mit der IG Historische e.V. einen ordentlichen Vorschlag zu unterbreiten“, so Fraktionsvorsitzender Bernd Kränzle. Dann werde man den Vorstoß „selbstverständlich unterstützen“.

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